Ist Deutschland auf das Wohnen im Alter vorbereitet? (18.06.2026)

Die Zahl älterer Menschen steigt kontinuierlich. Gleichzeitig verändern sich die Ansprüche an das Wohnen im Alter. Viele Menschen möchten auch bei zunehmendem Unterstützungsbedarf selbstbestimmt leben und möglichst lange in ihrem gewohnten Umfeld bleiben.

Das bestehende Angebot an Seniorenwohnungen kann diesen Bedarf vielerorts jedoch nur teilweise decken. Besonders bezahlbare und barrierefreie Wohnungen in zentralen Lagen sind knapp. Hinzu kommt ein Mangel an kleineren Wohnungen für alleinlebende Seniorinnen und Senioren.

Um den Herausforderungen des demografischen Wandels zu begegnen, braucht es neue Ansätze. Mehrgenerationenhäuser, ambulant betreute Wohngemeinschaften und ganzheitliche Quartierskonzepte schaffen Räume, die Wohnen, soziale Teilhabe, Pflege und Gemeinschaft miteinander verbinden.

Auch flexible Wohnformen und digitale Assistenzsysteme werden künftig eine wichtige Rolle spielen. Sie ermöglichen es älteren Menschen, länger selbstständig zu leben und Unterstützung genau dann zu erhalten, wenn sie benötigt wird.

Der Bedarf an seniorengerechtem Wohnraum bleibt hoch. Neben einer Ausweitung des Angebots braucht es vor allem vielfältige und zukunftsfähige Wohnkonzepte, die den unterschiedlichen Lebensrealitäten älterer Menschen gerecht werden.

Welche Wohnformen werden aus eurer Sicht in Zukunft besonders wichtig sein?

Seniorenfreundliches Wohnen in Duisburg, Projektentwicklung: olivyo development GmbH

Fotos: Axel Hartmann Fotografie I Nattler Architekten
Fotos 1 und 2: Begrünung mittels KI